Bruder Klaus

Bruder Klaus ist ein unbequemer Heiliger. Sein Leben ist nicht leicht zu verstehen. Es gibt Menschen, die daran Anstoß nehmen. Eine romantisch-verklärende Sicht auf das Leben von Bruder Klaus wird ihm nicht gerecht. Er hatte hart zu kämpfen und bewährte sich in diesem lebenslangen Ringen.

Niklaus von Flüe trug, unterstützt von seiner Gattin Dorothea, Verantwortung in Beruf und Öffentlichkeit, Familie und Gesellschaft und hielt dem Druck der Außenwelt stand. Der Wille Gottes war nicht immer erkennbar. So verließ Niklaus im reifen Mannesalter alles, was ihm lieb war und ging in die Fremde. Doch Gott führte ihn zurück, als ob er ihm sagen wollte: Nicht irgendwo hast du dein neues Leben zu leben, sondern dort, wo du als Bauer, Vater und Politiker gewirkt hast.

Wer sich behutsam auf Bruder Klaus einlässt, dem wird er ein verlässlicher Freund. Das entdecken immer mehr Menschen in der ganzen Welt. Sie hören oder lesen von Bruder Klaus oder suchen seine Lebensstätten auf. Sie schlagen eine Brücke zum eigenen Leben und finden einen persönlichen Begleiter, dem sie sich anvertrauen können. Sein Leben wird zu einer unerschöpflichen Fundgrube.

Es lohnt sich, die Brücke zu schlagen vom eigenen Leben zum Leben von Niklaus und Dorothea. Wer es wagt, entdeckt Parallelen, findet Anregung und Ermutigung. Und stößt auf die Sehnsucht des eigenen Herzens – und auf das Sehnsuchtsgebet des Bruder Klaus:

„Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir, 
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir, 
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.“

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