Freiwilligendienst

Ein Jahr raus von Zuhaus‘ und sich sozial engagieren!

Für uns als KJLB stellen Freiwilligendienste ein wichtiges Instrument zur Verwirklichung unserer Ziele im Bereich der internationalen Entwicklung dar.

Als sogenannter Lerndienst, bietet ein Freiwilligendienst im Ausland die Chance eine neue Lebenswirklichkeit kennenzulernen, sich mit interkulturellen Fragestellungen zu beschäftigen, die eigenen Identität zu festigen und Werte und Einstellung zu prüfen. In der Ausrichtung der Freiwilligendienst im Ausland sehen wir das Potential Multiplikator*innen für Frieden und internationale Gerechtigkeit zu generieren.

Die Entsendung von Freiwilligen

Die KLJB ist Mitglied des mundus Eine Welt e.V., der als Träger internationaler weltwärts Freiwilligendienste anerkannt. Diese Mitgliedschaft ermöglicht uns die Entsendung von Freiwilligen in Einsatzstellen der KLJB in Sambia. Je nach Situation der Bewerber*innen können 1-5 Freiwillige pro Jahr in die Einsatzstellen der KLJB entsandt werden. Die Freiwilligen leben 12 Monate lang mit den sambischen Partner*innen der KLJB zusammen und unterstützen dort die Arbeit in verschiedenen sozialen Einrichtungen. Zusammen mit dem Mundus Eine Welt e.V. bietet die KLJB eine intensive Vorbereitung auf den Einsatz und eine Nachbereitung nach Beendigung des Dienstes

Wer kann teilnehmen?

Seit 2008 können Interessierte KLJBler*innen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren am Freiwilligenprogramm teilnehmen. Bei Interesse melde dich gerne direkt bei uns. Mitglieder der KLJB werden in der Regel für die Einsatzstellen in Sambia bevorzugt. Die Teilnahme am Programm erfordert eine stabiles psychisches und physisches Grundgerüst. Zudem sind Belastbarkeit, Offenheit, Toleranz und Ausdauer nötig. Der*die  Freiwillige verpflichtet sich zur Teilnahme an den Begleitseminaren zur optimalen Vor- und Nachbereitung des Dienstes. Das Programm weltwärts wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit eingeführt und fördert u.a. junge Menschen, die für ein Jahr in einer weltwärts anerkannten Einsatzstelle mitarbeiten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen sowie eine Übersicht über die Einsatzstellen findest du unter www.mundus-eine-welt.de


Hier einige Einsatzstellen in Sambia

Quelle: www.nationsonline.org/maps/zambia-political-map.jpg

Kasama – Kasama International School (KIS)

(Frauenstelle!)

Wie der Name KIS bereits vermuten lässt, befindet sich die Schule in der Stadt Kasama im Norden Sambias. Am Stadtrand gelegen, grenzt die Schule an zahlreichen kleineren, umliegende Gemeinden an. Kasama ist nicht nur Provinzhauptstadt, sondern auch der Name der Diözese dieser Region. Anders als die staatlichen Schulen in Sambia, die oftmals sehr einfach ausgestattet sind, ist die KIS eine Privat-Schule mit angeschlossenem Bording-House. Das Bording-House direkt auf dem Gelände der Schule bietet nicht nur den Schülerinnen und Schülern und der Schulleitung sondern auch einigen Angestellten und schließlich der Freiwilligen einen Wohnraum.

Die Freiwillige vor Ort hat die Aufgabe der Mitarbeit und Hilfestellung im Unterricht, die Gestaltung und Bereitstellung von Freizeitaktivitäten im Nachmittagsbereich (Workshops, Spiele, Bastelaktivitäten, usw.) sowie die Unterstützung bei Alltagsaufgaben und Tätigkeiten im Bording-Haus (Begleitung der Kinder beim Waschen, Anziehen, Schulsachen packen, Hausaufgabenbetreuung, etc.). Bis zur Innenstadt sind es zu Fuß etwa 20 min, mit dem Fahrrad 10-15 min und mit öfftl. Verkehrsmitteln entsprechend schneller. Die Schulleiterin selbst ist Französin, die bereits seit vielen Jahren in Sambia lebt. Dadurch, dass die Freiwillige selbst in der Einrichtung lebt, liegen die Herausforderungen der Stelle in der Gestaltung eines angemessenen Verhältnisses von Arbeit, Freizeit und Privatsphäre sowie einer hohen Kommunikationsbereitschaft diesbezüglich.

Kasama – Tetekela Day Care Center

(Frauenstelle, die nur zu zweit besetz wird)

Das Center befindet sich ebenfalls etwas außerhalb des Kerns der Stadt Kasama Kasama, welche, wie bereits angedeutet, gleichzeitig Provinzhauptstadt und Name der Diözese der Region ist. Im Tetekela werden ausschließlich weibliche Freiwillige eingesetzt, denn die Freiwilligen leben auf dem Convent-Gelände der Ordensschwestern Sisters of Child Jesus. Ein bisschen abseits des Hauptgebäudes befindet sich ein Bungalow. Entweder die Freiwilligen leben in eben diesem Bungalow oder bekommen ein eigenes Zimmer mit sanitären Anlagen in dem Hauptgebäude.

Das Tetekela Day Care Center befindet sich nur wenige Gehminuten von der Unterkunft entfernt. Das Center umfasst eine Schule für Kinder aus sozial-schwächeren Familien und eine Tageseinrichtung, die vergleichbar mit einem Kinder- und Jugendcenter ist. Insgesamt kommen etwa 60 Kinder regelmäßig in die Einrichtung. Ursprünglich diente die Einrichtung v.a. dazu, Kinder in einem Zeitraum von etwa 1-2 Jahren auf den regulären Schulbesuch einer staatlichen Schule vorzubereiten, welchen die Schwestern für die Kinder finanzieren. Der Stellenwert der Schule jedoch wächst, sodass dieser Arbeitsbereich ebenfalls Aufgaben für die Mitarbeit bereithält. Neben der Hilfestellung im Unterricht können die Freiwilligen bei der Gestaltung von Aktivitäten zum spielerischen Erlernen der Zahlen, Buchstaben usw. sowie der Bereitstellung von Bewegungsangeboten (Sport) aushelfen, kreative und musische Angebote auf die Beine stellen oder beispielsweise Themen aus dem Jahr (wie z.B. Ostern, Weihnachten, Erntedank usw.) aufgreifen und gemeinsam mit den Kindern aufarbeiten.

Insgesamt leben hier 3 Schwestern mit den Freiwilligen in dem Convent zusammen. Immer wieder kommt es vor, dass Schwestern versetzt werden und neue Schwestern in die Gemeinschaft kommen und in dem Convent leben. Außerhalb des Tetekelas liegen einige weitere Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in erreichbarer Nähe. Vom Tetekela bis in die Stadt sind es ca. 30-40 Gehminuten und entsprechend weniger Fahrminuten ins Hauptzentrum (Innenstadt), das über Supermärkte, kulturelle Angebote usw. verfügt. Das Leben im Convent ist an einigen Regeln und Voraussetzungen gebunden. Der Kleidungsstil sollte nicht freizügig sein, die Freiwillige sollte ab und an am Gottesdienst teilnehmen, dem christlichen Leben in der Gemeinschaft gegenüber offen sein, und sich darüber hinaus an verabredete Ausgehzeiten halten.

Kasama – Mapalo Day Care Center und Mapalo School

(Frauen oder Männerstelle!)

Das Mapalo Day Care Center ist ein Tageszentrum für Mütter mit Kindern mit einer Behinderung. Daran angrenzend befindet sich eine Schule, die ebenfalls dem Träger der Einrichtung gehört. Das Mapalo Day Care Center liegt in unmittelbarer Nähe zum Tetekela sowie zu den o.g. Schulen in der  Provinzhauptstadt Kasama.

Die Stelle besteht aus zwei Arbeitsbereichen, die sich folgendermaßen aufteilen lassen: zum einen zählt die Mitarbeit im Tageszentrum, das etwa zweimal pro Woche geöffnet hat und zum anderen die Mitarbeit in der Schule zu den Aufgaben der oder des Freiwilligen. Im Tageszentrum könnte eine Aufgabe darin bestehen, leichte Bewegungsangebote oder kreative / spielerische Angebote (je nach Grad der Behinderung) für die Kinder bereitzustellen und durchzuführen. Des Weiteren können auch Betreuungsaufgaben anfallen, die nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf die Mütter abzielen. Hier geht es oftmals v.a. darum, den Müttern und ihren Kindern eine geschützte Atmosphäre zu schaffen und Verständnis und Empathie zu vermitteln. Behinderungen sind in Sambia zwar kein grundsätzliches Tabu-Thema, aber die Möglichkeiten der Förderung und der Grad der Unterstützung von der Außenwelt sind dennoch sehr gering bis hin zu gar nicht vorhanden. Entsprechend ist es hochbedeutend, dass mit der Einrichtung Personen zugänglich sind, die sich intensiv mit den Kindern und ggf. den Müttern beschäftigen.

Der zweite Bereich umfasst die Unterstützung des Unterrichts in der Schule, die durch Hilfestellung, Überprüfung von Aufgaben, sowie die Unterstützung einzelner Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Unterrichts beschreiben lässt. Die Schülerinnen und Schüler haben keine Behinderung. Je nach Interesse können zusätzlich Unterrichtseinheiten auch selbst gestaltet und gefüllt werden. Ein weiterer Bestandteil ist die Betreuung der Schüler in den Pausen einhergehend mit der Schaffung von Angeboten (Spiel, Sport, Spaß). Die Freiwilligen leben in einer Gastfamilie. Die Stelle ist neu und wird zum ersten Mal besetzt. In den vergangenen Jahren haben aber bereits einige Freiwilligen temporär in der Einrichtung gearbeitet.

Mpulungu – Stella Maris Convent Schoo

(Frauenstelle!)

Mpulungu liegt im hohen Norden Sambias an der Grenze zu Tansania, Burundi und der demokratischen Republik Kongo. Die Stadt gehört zur Northern Provinz und befindet sich direkt an einem See. Der Alltag der Freiwilligen dort spielt sich in der Stella Maris School, im Kindergarten sowie in dem Ordenshaus, das gleichzeitig Unterkunft der Freiwilligen ist, ab. Anders als in einem Ordenshaus in Deutschland leben in Mpulungu neben der Freiwilligen nur Schwestern in dem Convent, die gleichzeitig auch als Lehrerinnen in der Schule oder dem Kindergarten tätig sind (Ausnahme die Ordensvorsteherin).

Mpulungu liegt in einer ländlichen Gegend und befindet sich ca. 6 Autostunden von Kasama entfernt. Der Charme Sambias ist hier im Vergleich zu den Stellen in Kasama deutlicher zu spüren. Dennoch birgt das auch Schwierigkeiten mit sich, denn die Freiwillige hier muss offen sein für die landestypischen Speisen, Kontakte zu Einheimischen und muss damit klar kommen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wer sich darauf einlassen kann, wird sicher sehr intensive und wunderbar schöne Erfahrungen machen. Die Tätigkeiten in der Schule lassen durch unterstützende Tätigkeiten im Rahmen der Unterrichtsgestaltung, dem Korrigieren von Aufgaben, der Organisation und Planung von Unterrichtsstunden und der Bereitstellung von Angeboten in den Pausen zwischen den Unterrichtseinheiten beschreiben. Ähnliches gilt für die Mitarbeit im Kindergarten, in dem über spielerische Angebote und Bewegungsangebote Bildung vermittelt wird. Darüber hinaus steht es der Freiwilligen offen, selbst Projekte oder AGs ins Leben zu rufen und selbstständig durchzuführen. Die Schule und das Ordenshaus liegen wenige Gehminuten voneinander entfernt. Zudem gibt es vor Ort eine Art Bordinghouse, in dem einige der SchülerInnen leben. GGf. ist auch eine zusätzliche Mitarbeit hier möglich.

Mpulungu selbst ist eine Kleinstadt, die außerdem über zahlreiche andere Einrichtungen verfügt. Der Weg nach Kasama umfasst ungefähr eine Ganztagestour. Da die Stelle bereits seit einigen Jahren existiert, sind die Dorfbewohner/Stadtbewohner daran gewohnt, Weiße zu erblicken. In der Vergangenheit waren außerdem Freiwillige aus den USA oder Asien in umliegenden Einrichtungen eingebunden. Aber Achtung – auch hier gilt das richtige Maß: intensive Kontakte zu Weißen ist mit Schwierigkeiten verbunden, da das oft zur Isolierung von den Einheimischen führt.


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